Veganismus- was die vegane Lebensweise mit uns macht.

Vegan ist hip, vegan ist schick, vegan ist die Zukunft, vegan ist allgegenwärtig.

Für unsere noch nach Antworten suchende Jugend führt eigentlich kein Weg an irgendeinem veganen Einfluss vorbei.

Überall ist das Label „vegan“ zu finden. Sozusagen „das Produkt gibt es jetzt in BESSER zu kaufen“. In umweltfreundlicher, in rücksichtsvoller, in tierliebender und viel gesünderer Form.

Wirklich?

NO!!

Ich darf hier so scharfe Worte hinterlassen, weil ich selbst auf dieser Welle mitgeritten bin. Ich war zwar nie richtig vegan aber streng vegetarisch unterwegs. Immerhin gab es bei mir ab und an ein Ei, Milchprodukte (wenn auch die falschen) und meine Kleidung bestand nicht komplett aus alternativen Kunststoffmaterialien.

Wenn ich irgendwo auf Speisekarten das Wort „vegan“ oder „vegetarisch“ gelesen habe, habe ich den Laden gefeiert, als würden sie ENDLICH verstehen was abgeht. Als hätten sie es nun auch verinnerlicht und würden ihren Teil zur großen Bewegung in eine bessere Welt beitragen.

Ich dachte: Ja und man lebt doch so viel gesünder!! Zeitgleich müssen keine Tiere mehr ausgebeutet und getötet werden, nur damit ICH satt werde. Wieso hatte ich das bloß so spät erkannt und 18 Jahre lang die Tiere und unsere Umwelt ausgebeutet?

Ich kenne die ganzen Argumente für die vegane und vegetarische Lebensweise nur zu gut. (Nur falls sie mir jemand nach dem Lesen dieses Blogartikels mitteilen möchte). Und nach allem, was ich lernen und selbst erleben durfte und weiterhin erlebe, ist die Zeit gekommen das Wort zu erheben.

Unsere Kinder zu schützen und sie aufzuklären. Werdende Mütter, junge Frauen und Männer auf dem Weg in ihr gesundheitliches Desaster noch einmal rechtzeitig abbiegen zu lassen.

Das möchte ich mir unbedingt mit zur Aufgabe machen, denn diese Vegan-Welle ist mächtig groß und ein riesiges, kommerzielles Ding.

Warum halte ich die vegane Lebensweise (auf Dauer) für ungesund?

Hierzu müssen wir an anderer Stelle beginnen.

Was machen Pflanzen mit uns – was macht Fleisch mit uns? Wer trägt welchen Part im Körper?

Hier vorab einige Facts aus dem Buch von Dr. Natasha Campbell-McBride (Vegetarianism Explained)

  • Der menschliche Körper besteht (abgesehen vom Wasser) zu großen Teilen aus Eiweiß und Fett. Sie sind die Bausteine und Mörtel deiner Knochen, Muskeln, Gehirn, Herz, Lunge usw.

Man hat in verschiedensten Untersuchungen festgestellt, dass die bestmögliche physiologische Struktur zur Lieferung dieser Bausteine aus tierischem Bestandteil kommen.

Das Aminosäureprofil aus tierischem Protein ist genau richtig für den menschlichen Körper, während das pflanzliche Protein unvollständig und unpassend für den Körper ist.

Genau so sieht es mit den Fetten der beiden Parteien aus.

Wenn es also darum geht deinen Körper zu nähren und seine Strukturen aufzubauen, brauchst du den passenden Mörtel und die richtigen Bausteine, die du nicht in pflanzlichen Strukturen finden wirst.

  • Besonders wenn man sich die Zellregeneration ansieht, die es uns möglich macht zu heilen. Alle paar Wochen hast du eine neue Leber, da ihre Zellen vom Körper regelmäßig ausgetauscht werden. Alte werden abgestoßen und neuen Zellen wird das Leben geschenkt. Für diesen Prozess sind wieder die richtigen Bausteine aus Fleisch, Fisch, Eiern und Milchprodukten gefragt.

Man kann sich vorstellen, dass es somit besonders für Kinder wichtig ist, dieses Material zuhauf zu liefern.

  • Im Gegensatz zur allgemeinen Auffassung ist die beliebteste Energiequelle für den Körper: Fett! Besonders das Gehirn saugt wahnsinnig viele Nährstoffe aus dem Blut auf und braucht viel mehr als nur Glucose (wie viele meinen). Es besteht zu großen Teilen aus Fett und muss sich ebenfalls ständig regenerieren und ausbilden. Es benötigt reichlich Aufbaumaterial fernab von Glucose!

Man kann bei Menschen mit einer langwierigen, nährstofflosen pflanzlichen Ernährung diese ersten Anzeichen feststellen: Als erstes geht der Humor, der Mensch denkt und verhält sich nur noch im „schwarz/weiß“-Prinzip, der Scharfsinn geht verloren, Erinnerungsvermögen und die Fähigkeit zu lernen gehen zurück und Depressionen stellen sich ein. Das geschieht natürlich nicht von heute auf morgen.

  • Schaut man sich die Geschichte und traditionelle Völker an, kann man feststellen, dass es bei den Menschen häufig zu Kannibalismus gekommen ist, wenn keine tierische Nahrung verfügbar war. Hierüber findet man auch Infos bei Weston A. Price, der zum Beispiel eine Studie zu den Südsee Inseln und den Florida Indians (1935).

Unser Verdauungssystem

Die einzigen Kreaturen auf diesem Planeten, die Pflanzenmasse verdauen können, sind: Mikroben!

Also jene Kreaturen, die vor allem unseren Dickdarm besiedeln. Unser Magen ist dagegen nahezu clean und unser Dünndarm hat nur eine ganz spezielle und geringfügige Besiedelung. Bei einer Kuh sieht das anders aus. Sie hat mehrere Mägen die vollsitzen mit Mikroben, die die Pflanzenmasse verarbeiten und zu einem Großteil in gesättigte Fettsäuren umwandelt. Ja, die Kuh lebt mit ihren Pflanzen eine High-Fat Diät. Überrascht?

Unser Verdauungssystem funktioniert aber anders. Bei uns sitzt zu Beginn ein Magen, der Säure und Pepsin produziert um Fisch, Fleisch, Eier und Milch herunterzubrechen. Pflanzen hingegen, werden hier nahezu unverdaut weitergeleitet. Und da liegt der Punkt, weshalb uns Pflanzen nicht nähren können. Die meiste Resorption von Nährstoffen passiert in unserem Dünndarm, wo die bereits gut aufgespaltenen Nährstoffe aus dem Magen leicht resorbiert und verwendet werde können. Da, wo die Pflanzenmasse richtig aufgespalten wird, bei den Mikroben, ist schon unsere Endstation des Verdauungssystems. Unser Dickdarm. Bedeutet, dass wenn wir unseren Körper richtig nähren wollen, wir auf die Aufnahme von tierischen Lebensmitteln angewiesen sind.

Den Menschen ist diese Kenntnis nicht neu unsere Vorfahren wissen genau das seit Jahrtausenden.

Was bringen uns dann aber nun Pflanzen und warum gilt heutzutage die Behauptung, dass Pflanzen und alles geben was wir benötigen?

Wenn man eine Pflanze im Labor aufspaltet und dafür diverse Methoden anwendet, dann kann man sehr viele nützliche Nährstoffe und mehr in einer Pflanze finden. Genau da liegt der Knackpunkt: Die Chemikalien und Methoden, die unsere Labore für diese Untersuchungen verwenden und tolles in der Pflanze finden, diese hat unser Körper nicht. Also kann eine Pflanze noch so große Vorzüge für den Körper haben, wenn er nicht darankommen kann oder es nicht selbst verwerten kann, bringt es ihm nichts. Da das auch nichts Neues für die Menschheit ist, hat man über Jahrtausende Methoden entwickelt, um Pflanzen verdaulicher zu machen und ihre Vorzüge nutzen zu können. Eine Methode ist zum Beispiel das Fermentieren aber auch das Keimen und Kochen.

ABER warum zum Donner gibt es so viele glänzende Erfahrungsberichte mit Pflanzenbasierten Ernährungsformen, um chronische Erkrankungen zu heilen?

Regelmäßig gibt es neue tolle Studien und Schlagzeilen aus der Wissenschaft, welche positiven Eigenschaften diese und jene Pflanzen haben und wie sie sich auf Krebs, Herz-Kreislauf und Co. auswirken soll.

Und genau da liegt der Punkt: Pflanzen sind Reiniger! Sie sind zwar nicht in der Lage unseren Körper richtig zu nähren, aber sie sind dazu in der Lage uns sauber zu halten. Außerdem liefern sie etwas Energie in Form von Glucose und einen Co-Faktoren.

Pflanzen in ihrer natürlichen und frischen Form haben starke Entgiftungseigenschaften, die in der Lage sind, einiges aus unserem Körper zu entfernen. Besonders reinigend sind Pflanzen, wenn sie roh verzehrt werden und vor allem, wenn man ihren frisch gepressten Saft nutzt. Dieser wird wunderbar im oberen Verdauungssystem resorbiert und die Verdauung der Pflanzenmasse ist nicht mehr notwendig. Die Pflanzenmasse in Form von Fasern und Stärke füttert die Darmflora, was zudem für immer mehr Menschen ein Problem ist. Denn: Die nützlichen und die pathogenen Darmbewohner werden gleichermaßen gefüttert. Jemand, der also eine gute und ausgeglichene Flora hat, wird einen positiven Effekt von Stärke und Fasern spüren. Jemandem mit einer gestörten Darmflora wird es durch Stärke und Fasern schlechter gehen, da sich die überbesiedelte pathogene Flora davon ernähren und wachsen wird. Sie schüttet somit noch mehr Toxine aus und sorgt für noch mehr Symptome.

Sobald wir Pflanzen kochen, werden sie verdaulicher, jedoch auch weniger reinigend. Durch die bessere Verdaulichkeit bieten sie dem Körper schon deutlich mehr Nährstoffe, die er verwenden kann. ABER: Sie bieten zu einem Großteil Kohlenhydrate, die der Körper eben nicht für seinen Zellaufbau, sondern zur Energiegewinnung einsetzt.

Durch den sehr reinigenden Effekt fühlen sich die meisten Menschen zu Beginn einer vegetarischen oder veganen Ernährungsweise viel besser und gesünder. Ihr toxischer Körper reinigt sich und ihre Symptome bessern sich.

Doch dann: kommt der Punkt wo der Körper fertig ist mit Reinigen. Jetzt möchte er sich aufbauen und benötigt sein Material dafür. Wenn dieser Punkt ignoriert wird und die pflanzliche Ernährung weitergeführt wird, dann beginnt die Degeneration des Körpers. Er nimmt die benötigten und lebenswichtigen Bausteine aus seinen eigenen Geweben, aus den Knochen, den Muskeln, dem Gehirn.

Warum gibt es wohl die vielen veganen Burger und pflanzlichen Wurstprodukte? Die Menschen bekommen ein Signal ihres Körpers, dass er nun tierisches benötigt, und es wird unterdrückt mit Soja-Hackfleisch.

Und diese Produkte machen die Menschen, die nun in eine heftige Mangel reinschlittern, besonders krank. Es sind hochgradig verarbeitete Pflanzen, die nur Massen von Kohlenhydraten und unbrauchbarer Masse, sowie Chemikalien für den Körper liefern. Sie legen wiederum den Grundstein für Diabetes, Ess-Störungen, Herzerkrankungen, Krebs und mehr.

So viel Unfruchtbarkeit kann mit einer Low-Fat und Plant-Based Ernährungsweise in Verbindung gebracht werden. Wenn diese Menschen beginnen ihren Körper wieder richtig zu nähren, ist es oft plötzlich möglich ein Kind zu bekommen.

Aber was ist mit Indien? Hier leben doch so viele Menschen vegan und sind viel gesünder?

Das höre ich so oft und auch hierzu hat Dr. Natasha tolle Info in ihrem Buch:

Als sie nach Indien gereist ist hat sie einige hinduistische Pilger getroffen, die einen Teil ihrer Reise ein 41-tägiges Fasten abhalten. Sie fragte, was ihr Fasten beinhaltet und nun halte dich fest:

Sie dürfen 41 Tage lang keine tierischen Lebensmittel zu sich nehmen und leben ausschließlich von Pflanzen. Und zwar so, wie unsere vegane Lebensweise aufgebaut ist. Diese Menschen nehmen unsere permanente Lebensweise als eine Fastenkur! Und empfinden diese 41 Tage als sehr hart.

Fakt ist, dass es in Indien nicht allen möglich ist Fleisch zu verzehren, weil große Armut herrscht. AN Fleisch zu kommen ist für viele kaum möglich und somit ist ihnen eine Kuh heilig, die ihnen mit ihrer Milch die Basis für gute tierische Nahrung gibt. Sobald die Menschen in Indien nahe am Wasser wohnen, wird reichlich Fisch und Meeresfrüchte verzehrt. Sie halten sich Hühner für frische Eier und Ziegen, um reichlich tierische Lebensmittel herstellen zu können.

Es ist möglich vegetarisch gesund zu leben, wenn Eier, Butter, hausgemachte Milchprodukte und Fisch eine große Rolle spielen. Vor allem wenn der Mensch, der diese Ernährungsweise lebt, eine ausgeglichene Darmflora hat und nicht an chronischen Erkrankungen leidet.

Leider gibt es auf dieser Erde nicht mehr so viele Menschen mit einer gesunden Darmflora und einem gesunden Körper.

Pflanzen und Fleisch spielen also jeweils eine wichtige Rolle für unseren Körper und wir nutzen beide Effekte während der GAPS Diät.

Fakt ist: Der Mensch kann mit Pflanzen allein nicht leben und wird früher oder später den Preis für diese Lebensweise zahlen müssen. Mit seiner Gesundheit.